Rio: 23. – 26.8.2012

Nach einer wieder relativ kurzen Nacht ging es mit dem Bus zum Flughafen von Foz de Iguazu, wo wir unseren Flieger nach Rio de Janeiro nahmen. Gegen Mittag kamen wir dort auch an. Bevor wir zu einer ersten Stadtrundfahrt aufbrachen, erkundeten wir noch kurz den Ausblick von unserer Dachterasse mit Pool. Erste Station unserer Stadtrundfahrt und ein Highlight Rios war der Pao de Acucra – oder wie er auf Deutsch genannt wird: der Zuckerhut. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Man kann alle wichtigen Strände, wie Copacabana, Ipanama und Flamengo, sehen.Wenn man landeinwerts schaut, fällt einem sofort das 2. Wahrzeichen Rios ins Auge, die Christusstatue auf dem Corcovado.

Der Zuckerhut selbst ist ein Vulkankegel, der aus erstarrter Lava besteht. Im Laufer vieler Jahrtausende wurden die den Vulkan umgebenden weicheren Geschteinsschichten abgetragen. Schlussendlich blieb nur die erkaltete Lava im Inneren übrig.

Mit Einbruch der Dunkelheit ging es weiter in die historische, koloniale Altstadt von Rio. Woher kommt eigentlich der Name Rio de Janeiro – also Fluss des Jänners? Als die ersten Europäer, portugiesischer Herkunft, im Jänner im Gebiet von Rio ankamen, glaubten sie, es mit einem riesigen Fluss zu tun zu haben, der die beiden Ufer von einander trennt und so tauften sie ihn Rio de Janeiro. Erst später fand man heraus, dass es sich bei der Wasserfläche um eine Salzwasserbucht und nicht um einen Fluss handelt. Den Abschluss bildete der Besuch in der ältesten Konditorei von Rio – der Confeteria Colombo, die Ende des 19. Jahrhundert gegründet wurde und seither unverändert betrieben wurde und immer noch wird. Sehr zu empfehlen ist der Capuccino Colombo. Zurück im Hotel genossen wir unser Abendessen auf unserer Pool-Terasse im 15. Stock bei grandiosem Ausblick.

Wenn man schon mal in Rio ist, mussten wir natürlich auch die Christusstatue auf dem Corcovado besuchen. Der Rundum-Blick über die Stadt ist atemberaubend. Nach einer Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Hügel und ein paar Stufen standen wir direkt unter der Statue und konnten bei strahlendem Sonnenschein den Ausblick genießen. Nach ein paar Fotos ging es weiter über die schönsten Strände von Rio – von San Conrado, Ipanema und Copacabana zürück zum Hotel. In San Conrado probierten wir eine weitere brasilianische Spezialität, Acai: ein „Drink“, der aus einer Palmenfrucht gewonnen wird und sehr nahrhaft ist.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Copacabana. Die Temperatur des Atlantiks lud zwar nicht zum Schwimmen ein, um so angenehmer war unser Strandspaziergang und das Genießen der Sonne und Kokosnussmilch auf unserer Strandliege. Am Abend besuchten wir eine Samba Show um auch Einblicke in die Folklore von Rio zu erhalten. Sehr eindrucksvolle Kostüme!

Den Morgen unsers dritten Tages in Rio de Janeiro nutzten wir zum Ausschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf dem Weg ins Rio Sul Shopping Center. Anschließend hieß es Abschiednehmen von Mitreisenden, die wir in den vergangenen Wochen näher kennenlernen durften und die bereits einen Tag vor uns abreisten Sad smile.

Gegen 14:00 Uhr brachen wir zu einer Tour durch die Favelas von Rio auf. Als Favela werden in Südamerika die Armenviertel in den Großstädten bezeichnet. Diese Tour war höchst interessant und hat unsere Sichtweise geändert. Man darf in Rio nicht mehr davon ausgehen, dass es sich bei den Favellas um Slums handelt, wie man sich diese vorstellt. Vielmehr handelt es sich um dicht bebaute Gebiete, die aber ein sehr enges soziales Gefüge aufweisen. Deshalb geht der Trend auch dahin, den Begriff “Community” anstelle von Favela zu verwenden. Auch der Anteil der arbeitstätigen Einwohner ist gerade in Rocinha – die größte Community Rios mit geschätzten 200.000 Einwohnern – mit 70 % relativ hoch.

Den Sonnenuntergang beobachteten wir am Felsen von Arpoador, einem wunderbaren Ausichtspunkt, der die Copacabana und Ipanema von einander trennt. Den Abend beschlossen wir schließlich mit einem Spaziergang über die Copacabana, mit Besuch eines Marktes – shopping inbegriffen Winking smile.

26.8.: Unser letzter Tag in Rio und unserer Reise generell bricht an! Wir genießen ihn durch langes Ausschlafen, Einkaufen von typischem Cachaca für zuhause :-), Spaziergänge durch den Markt von Copacabana und entlang des Strandes. Am späten Nachmittag machen wir uns auf dem Weg zum Flughafen – mit im Gepäck: viele neue Erlebnisse und Eindrücke! :-).

Danke dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt. Liebe Grüße

Silvia & Roman

Iguazu: 21. – 23.8.2012

Von Buenos Aires ging es bald in der Früh nach Iguazu, wo wir gegen Mittag ankamen. Vom Flughafen fuhren wir direkt zu den Fällen in Iguazu. Die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien teilt die Wasserfälle von Iguazu in einen argentinischen und einen brasilianischen Teil. Mit einer Abbruchkante von ca. 3 Kilometern und 275 Fällen gelten sie als die größten Wasserfälle der Welt. Sie führen jedoch nicht so viel Wasser wie die Niagarafälle in den USA, die als die die wasserreichsten gelten. Auch die Tierwelt ist unglaublich vielfältig. Es gab eine Unzahl an verschiedenen Schmetterlingsarten zu bewundern, sodass wir uns wie im Schmetterlingshaus in Wien vorkamen . Unsere Vorräte mussten wir stets im Auge behalten, da sich sonst einer der vielen Nasenbären darüber hergemacht hätte. Darüber hinaus konnten wir auch Wasserschildkröten und riesige Welse in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Bevor wir also die Grenze zu Brasilien passierten stand eine Wanderung durch den argentinischen Teil auf dem Programm. Der Höhepunkt war zweifelsohne der Besuch der “Teufelsschlucht”, aber da Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte sprechen, lasst Euch von den Eindrücken begeistern.

Am Abend passierten wir die Grenze zu Brasilien bevor wir unser Hotel erreichten.

Für den 2. Tag in “Foz de Iguazu” (Name der brasilianischen Stadt) war eine Wanderung durch den brasilianischen Teil der Wasserfälle geplant. Wir konnten also den Teil, den wir am Tag zuvor begangen haben von der gegnüberliegenden Seite bewundern. Den Abschluss bildete wieder die Teufelsschlucht – eine erfrischende Dusche inklusive .

Da wir an diesem Tag auf ein wenig Abenteuer aus waren, buchten wir eine Bootsfahrt zu den Fällen. Was recht harmlos klingt wurde ein ziemliches Abenteuer, denn anstatt nur zu den Wasserfällen ging es direkt hinein . Wir brauchen wohl nicht extra zu erwähnen, dass wir am ganzen Körper keine trockene Stelle mehr hatten .

Der Abend stand ganz im Zeichen eines gemütlichen Zusammenseins bei einem tradiontionellen Rodecio. Bei dieser Art von Abendessen gehen die Kellner ständig mit gegrillten Fleischstücken und Spießen durch und schneiden, jenachdem, ob es einem gelüstet, ein Stück ab. Dazu gibt es Beilagen vom Buffet.

Argentinien: 19. – 21.8.2012

Gar nicht so leicht, sich so viel später noch alles in Erinnerung zu rufen, trotzdem: Unser Flug von Bolivien nach Argentinien war zwar etwas mühsam weil mit 2 Zwischenlandungen, eine davon geplant, nämlich in Cochabamba (muss man nicht kennen Winking smile), eine in Santa Cruz. Dort wurde die Maschine vollgetankt, also wurde – nachdem wir in der Höhe von knapp 4000 Metern mehrmals von Reiseleitern gehört haben, dass nicht jede Maschine bei so niedrigem Luftdruck landen kann – allgemein gemutmaßt, dass die Maschine nicht vollgetankt in La Paz bzw. Cochabamba starten konnte und deshalb der Stopp im niedriger gelegenen Santa Cruz notwendig war. Ob diese Vermutung stimmt, wissen wir allerdings nicht. Trotz allem kamen wir – zwar 2 Stunden verpätet aber doch – in Buenos Aires an. Ehrlichgesagt war der Wechsel in für uns üblichere Höhen ein ziemlich angenehmer. Was wir nämlich noch nicht erwähnt haben, ist, dass sich bei uns in Puno und La Paz die Höhe schon bemerkbar machte. In Cusco waren wir nur etwas schneller außer Atem, z.B. beim Treppensteigen zu den Inkatempeln o.ä., aber in La Paz ließ das Gefühl, – etwas übertrieben formuliert – gerade einen “Marathon” hinter sich zu haben, gar nicht mehr nach. Man ist einfach ständig etwas kurzatmig. Ist zwar nicht tragisch (die Hotels stellen sowohl Coca-Tee als auch bei Bedarf Sauerstoff zur Verfügung), aber auf Dauer ist es nicht das Wahre…

In Argentinien angekommen ließen wir uns noch am gleichen Abend nicht die Chance entgehen, einer typischen Tango-Vorstellung in einem der eingesessenen Tangolokale der Stadt beizuwohnen. Nachdem wir am Abend davor in Bolivien in einem Restaurant zu Abend gegessen hatten, das Mozart auflegte, war uns der Tango eine willkommene Abwechslung! Die Show war wirklich sehr sehenswert! Am nächsten Tag erkundeten wir die Stadt und sahen u.a. das Evita-Grab am Friedhof Recoleta. Wir mussten – weil in geführter Gruppe unterwegs – an einem Cache vorbeigehen (!!), kamen allerdings später retour um ihn zu heben! Winking smile Außerdem sahen wir den Regierungspalast am Plaza de Mayo mit dem berühmten Balkon, auf dem schon Evita stand (bzw. Madonna bei der entsprechenden Verfilmung Winking smile). Das Hafenviertel “La Boca”, das durch die farbenprächtige Bemalung der meist nur aus Holz und Wellblech gefertigten Häuser bekannt wurde, haben wir auch besucht. Was in Argentinien natürlich auf keinen Fall fehlen darf: ein ordentliches Steak! In Buenos Aires gibt es zwei tradtionelle Steakhäuser, wir haben uns das ausgesucht, das uns besser gefallen hat und dort ein Steak verspeist – nicht ohne es fotografisch für euch zu dokumentieren! Winking smile Beim Obelisken, dem Wahrzeichen von Buenos Aires, habe ich meine Geocoin “angebracht” (gar nicht so einfach, wenn es überall nur Micros gibt). Wir waren auch shoppen – aber (ganz untypisch) ohne etwas zu kaufen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir nämlich unseren Argentinien-Inlandsflug noch vor uns, bei dem die Gepäcksbeschränkung bei 15 kg liegt und da unsere beiden Koffer/Reisetasche schon beim Abflug von Wien je knapp 20 kg hatte, hieß es, zu sparen, wo’s geht. Dass wir dann einen Gruppencheck-In machen konnten und unser Übergewicht daher niemanden auffallen würde, konnten wir zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen… Aber damit wären wir ja schon bei der nächsten unserer Reisestationen!

26.8.2012 Rückflug

Hi und liebe Grüße aus luftiger Höhe! Diesmal nicht von 4000 Metern über dem Meeresspiegel wie bei Puno o.ä. sondern von derzeit 10515 Metern Seehöhe! Wir sitzen im Flugzeug – unser nächstes Ziel nach Peru, Bolivien, Argentinien und Brasilien: Europa! Smile

Wie euch wahrscheinlich aufgefallen ist, haben wir uns in letzter Zeit nicht mehr (so oft) gemeldet… Wir waren – Sandra, du hast es richtig erkannt – mit Urlaubmachen beschäftigt! Winking smile Wobei: Entspannung ist etwas anderes! Wir haben viel zu viel gesehen und erlebt um “erholt” zurückzukommen! Aber so war die Reise ja auch gedacht und alles andere wäre wohl eine Enttäuschung gewesen! Und das war die Reise mit Sicherheit nicht, im Gegenteil: So viel Abwechslung und kontrastreiches Programm gibt es mit Sicherheit nicht bei vielen Reisen: peruanisches Hochland vs. Strand von Copacabana, Machu Picchu am Rande des Amazonas vs. die Großstädte Buenos Aires und Rio, die größte Anhäufung von Wasserfällen im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraguay vs. die Trockenheit in den Anden, eiskalte Nächte in Cusco vs. am Strand in der Sonne liegen, Armut in El Alto in Bolivien bzw. in Rios Favelas vs. der 5-Sterne-Bauten für die Touristen, etc.etc. etc.

Aber wir sollten korrekterweise dort anfangen zu berichten, wo wir zuletzt damit aufgehört haben –übersichtshalber in einzelnen Blogs!

21.8.2012 Iguazu Wasserfälle

Hallo alle!

Wir haben uns schon ein paar Tage nicht mehr gemeldet, daher einen kurzen Statusbericht: Uns geht es gut, wir waren gestern noch in Argentinien, haben heute jedoch – nachdem wir auf der argentinischen Seite der Iguazu-Wasserfälle waren (u.a. bei der Teufelsschlucht – sehr beeindruckend!!!) – die Grenze zu Brasilien überschritten und uns daher gleich mal – so wie es sich hier gehört – zwei Caipirinhas genehmigt… Tja, und da die Zeit bekanntlich wie im Fluge vergeht wenns grad nett ist, war der Abend um ohne dass wir zum Reiseberichtschreiben gekommen wären. Winking smile Trotzdem (oder genau deswegen) liebe Grüße aus Brasilien! Roman und Silvia

17./18. Aug. 2012 Puno – La Paz

Am Freitag war die Nacht schon wieder einmal sehr bald um, denn um 6:40 Uhr stand bereits der Bus samt Reiseleiter vor dem Hotel um uns zur Grenze nach Bolivien zu begleiten. Die Fahrt dorthin ging entlang dem Lago Titicaca und wurde nur durch einen kurzen Stopp unterbrochen. Am späteren Vormittag hatten wir dann alle Ausreiseformalitäten erledigt und passierten die Grenze, zu Fuß wohlgemerkt Winking smile.

Auf der Bolivianischen Seite wurden wir bereits von unserem Reiseführer erwartet. Mit dem Bus fuhren wir dann weiter nach Copacabana, wo eine Besichtigung der Kirche, die durch ihre dunkelhäutige Madonna bekannt ist, und ein Stadtrundgang auf dem Programm stand. Wer nun glaubt wir wären bereits in Rio de Janeiro angekommen, den müssen wir enttäuschen. Der berühmte Strand in Rio wurde nach der Stadt am Titicacasee benannt. Copacabana ist Aymara (Sprache der Uros Indianer) und heißt “Seeblick”. Nach einem kurzen Spaziergang durch den örtlichen Markt gings wieder weiter zum Katamaran, der uns zur Sonneninsel brachte. Die Sonneninsel gilt der Legende nach als Geburtsort der Inkakultur. Nach einer Führung durch den Botanischen Garten der Insel (neben Eukalyptus, Granatapfel, Passionsfrucht, etc. sahen wir sogar einen Kolibri!) wurden wir eingeladen an einer Segnungszeremonie durch einen Medizinmann teilzunehmen. Bevor es zurück auf den Katamaran ging durften wir erleben, wie es ist auf einem Binsen-Boot eine Fahrt zu unternehmen. Danach wurden wir nach Chuo übergesetzt, von wo aus es nach La Paz ging. Spätestens in El Alto (früher ein Stadtteil von La Paz, heute eine eigene Stadt) war uns klar, dass Bolivien eine komplett andere Welt ist. Ampeln werden bestenfalls belächelt, aufgehängte lebensgroße Puppen sollen darauf hinweisen, dass die Selbstjustiz gilt, etc. Das kommt aber vor allem daher, dass in El Alto ärmere Bevölkerungsschichten wohnen. La Paz liegt ca. 500 m tiefer, ist daher vom Klima her angenehmer und auch die Seehöhe macht einen hier weniger zu schaffen. La Paz ist also die beliebtere Wohngegend und dadurch natürlich auch teurer.  Nach Einbruch der Dunkelheit trafen wir im Hotel in La Paz ein.

Heute konnten wir endlich mal wieder etwas länger schlafen, erst gegen 9:00  Uhr starteten wir unsere Stadtrundfahrt durch La Paz. Erster Programmpunkt war das Mondtal, eine durch Erosion gezeichnete Landschaft. Nach einem einstündigen Rundgang fuhren wir in Richtung Plaza Murillo – dem Hauptplatz von La Paz, wo wir den Senat, den Präsidentenpalast und die Kathedrale besichtigten. Ein kleines Highlight der heutigen Besichtigung war ein Umzug, bei dem Einheimische einen Morenada-Tanz vorführten. Anschließend ging es zum “Hexenmarkt” – einer Einkaufsstraße, in der spezielle Produkte für die alten Bräuche der Tiwanacu (eine wichtige Pre-Inka Kultur) angeboten werden. Der Rest des Tages verbrachten wir mit Bummeln durch die Stadt. Zum Abschluss des heutigen Tages nutzten wir den Spa-Bereich unseres 5-Sterne-Hotels! Winking smile

Das nächste Mal werden wir uns aus Buenos Aires in Argentinen melden.

Liebe Grüße

Silvia & Roman

Nachtrag Fotos Machu Picchu…

Hier haben wir nun ein paar Bilder ausgesucht um euch das atemberaubende Erlebnis der Inkastadt am Machu Picchu zu zeigen.

Dagegen werden die Bilder von der Busfahrt von Cusco nach Puno und dem Besuch bei den Uros eher unspektakulär wirken. Nicht desto trotz verdienen sie einen Platz auf diesem Blog Winking smile.

Liebe Grüße

Silvia & Roman

15.8.2012–Machu Picchu, 16.8.2012–Fahrt nach Puno

Liebe alle, die ihr unsere Reiseberichte verfolgt und nette Kommentare hinterlasst, über die wir uns natürlich sehr freuen! Smile

Uns geht es gut! Mittlerweile haben wir Cusco verlassen und sind in Puno am Titicacasee angekommen. Dazu gleich mehr, zuvor jedoch noch zu unserem gestrigen Tag: Wir waren am Machu Picchu und es war atemberaubend schön! Abfahrt um 6.15 Uhr vom Hotel, mit Bus nach Ollantaytambo (ca. 2 Stunden), dann 1 1/2 Stunden Zugfahrt entlang des Urubambatals, und letztendlich nochmals 1/2 Stunde Busfahrt den Berg hinauf! – Aber der Weg zahlt sich aus. Die Aussicht ist großartig – sowohl auf die Ruinen der Inkafestung, als auch auf die Berg-Tal-Landschaft, die den Machu Picchu umgibt. Immerhin liegt er schon am Rande des peruanischen Regenwaldes! Da bekanntlich Bilder mehr als Worte sagen, spare ich mir hier weitere Ausführungen (auch weil das Bett wiedermal ruft) und hänge ein paar Fotos an!

Am Abend waren wir noch in der Altstadt. Cusco bei Nacht ist ja ein beliebtes Postkartenmotiv, also wollten wir uns diesen Anblick nicht entgehen lassen. Außerdem haben wir so ganz nebenbei noch unseren ersten peruanischen Cache heben können. Winking smile

Nach einer kurzen Nacht brachen wir heute früh zum 380 km entfernten Puno auf. Unterwegs hielten wir in Andahuaylillas bei der “Sixtinischen Kapelle Amerikas” – kein Fleck unbemahlt – wenn auch in einem ganz anderen Stil als die “echte” sixtinische Kapelle! Einen Inka-Tempel, etliche peruanische Märkte und ein paar Stunden Fahrt durch die Anden später, passierten wir “La Raya”, den mit 4338 m höchsten Punkt unserer Reise.

In Puno angekommen mussten wir uns leider von unserem Reiseleiter Lukas, von dem wir ziemlich begeistert waren, verabschieden. Mal schauen, wer uns morgen begleiten wird. Morgen verlassen wir Peru, es geht weiter nach Bolivien.

Bevor wir unser heutiges Hotel bezogen, ging es noch per Boot zu den schwimmenden Inseln der Uros-Indianer. Ihre Inseln, die sie aus Binsen selbst fertigen, schwimmen tatsächlich, sind jedoch – damit sie nicht (etwa unerlaubterweise nach Bolivien Winking smile) abdriften – befestigt. Zwischen 5 und 15 Familien wohnen auf jeder der Inseln, insgesamt leben so rund 1100 Uros-Indianer in der Puno-Bucht des Titicacasees. Heute ist eine ihrer Haupteinkunftsquellen mit Sicherheit der Tourismus, also Reisende wie wir! Smile

Ein letztes Mal liebe Grüße aus Peru! Das nächste Mal werden wir wohl schon über die höchstgelegenste Hauptstadt der Welt – La Paz – berichten können!

Roman und Silvia

Aufgrund Zeitmangels folgen die Fotos im nächsten Artikel…

Nachtrag Fotos

Hier kommen die Fotos, die wir bei unserem letzten Blog schuldig geblieben sind!

Zwei Dinge möchte ich noch kurz ergänzen:

-) Unser Flug nach Cusco war mit einem Airbus, also keine Propellermaschine o.ä. Ein angenehmer Flug über eine für uns ganz ungewohnte Landschaft…

-) Wir haben bereits wirklich viele der für Peru typischen kulinarischen Schmankerl verkostet, aber Dienstag Abend kam ein etwas gewöhnungsbedürftiges Gericht dazu: cuy – was soviel heißt wie “Meerschweinchen”! Ja, ein etwas eigenartiger Gedanke, Meerschweinchen zu essen, hier ist es aber eine Spezialität. In der Kathedrale von Cusco wird sogar auf dem Gemälde des letzten Abendmahls ein Meerschweinchen verspeist! Wir haben zwar eine Weile überlegt, ob wir uns da wirklich “drübertrauen” sollten, schließlich überwiegte aber unsere Neugier. Der Koch war sehr bemüht, uns die peruanische Küche näherzubringen und so kam es, dass ich in der Küche des Restaurants landete – das ganze (!) Meerschweinchen in der Pfanne vor mir… Fazit: sicher kein Essen für jeden Tag, aber dennoch eine interessante Erfahrung, vor allem, weil der Geschmack gar nicht übel war…

13./14. Aug. 2012 – Cusco (Peru)

Nachdem unsere letzte Nacht in Lima wieder eher kürzer ausgefallen ist (wir wurden bereits um 7:00 Uhr abgeholt). Ging es dann mit dem Flugzeug nach Cusco.

Cusco liegt ca. 3.500 m über dem Meerespiegel und war die alte Hauptstadt der Inkas. Bis zur Ankunft der Spanier 1532 unter Francisco Pizarro war Cusco ausschließlich den Adelsfamilien des Inka Reiches und deren Gefolgschaft vorbehalten. Beherrscht wurde das Gebiet damals vom Inka Herrscher “Atahualpa”. Die Stadt galt als sehr reich, was sich auch heute noch in den Resten der Inka Tempel in “Qorikancha” durch die eindrucksvolle Steinmetzkunst zeigt. Leider wurde durch die Christianisierung durch die spanischen Eroberer sehr viele der Inka-Anlagen zerstört oder umgebaut – so auch die Tempelanlage von Qorikancha, die zum Teil einem Dominikanerkloster weichen mussten.

Nach der Besichtigung der Tempelanlagen in Cusco ging es weiter zum “Plaza de Armas” (Hauptplatz) mit der berühmten Kathedrale, die wir ebenfalls besichtigten.

Bereits in der Abendämmerung machten wir uns auf den Weg, die große Inka-Festung von Cusco “Sagsayhuaman” zu erkunden. Diese große Verteidigungs- und Tempelanlage war eine der bedeutendsten Anlagen im Inkareich. Man findet dort auch die größten behauenen Steinblöcke aller Bauten der Inkas. Der größte Stein wurde auf ein Gewicht von 150 Tonnen geschätzt.

Zu guter Letzt stand an diesem Tage – bei bereits einbrechender Nacht und gefühlten Temperaturen unter Null Grad – noch eine kleinere Tempelanlage auf dem Plan, die den 3 Welten der Inkas gewidmet war

  • der Oberwelt, der Welt der Götter und der als Halbgötter geltenden Herrscher
  • der diesseitigen Welt, also die Welt der Lebenden
  • und der Unterwelt, der Welt der Toten.

Am 14. August, also heute, stand eine Ganztagestour nach Pisac und zu der Festung “Ollantaytambo” – die auch als der Bruder des Machu Picchu gilt – auf dem Programm. Bereits um 9:00 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt. Bereits nach ca. 40 min erreichten wir einen Aussichtspunkt mit einer Kontrollstation der Inka. Nach einem kurzen Fotostop ging es weiter in Richtung Pisac. Der Weg dorthin führte uns durch eine spannende Landschaft der Anden. Der nächste Zwischenstop war eine Manufaktur für Alpaca Erzeugnisse, wo wir die unterschiedlichen Arten der Anden-Kamele (Lamas, Alpacas, Guanacos und Vicunas) live kennenlernen konnten (Awana Kancha).

Nächster Halt war schließlich der Markt von Pisac, wo wir Zeit hatten ausgiebig zu shoppen Winking smile. Danach ging es weiter ins Urubamba Tal und nach Ollantaytambo, wo wir die gleichnamige Inka-Festung besuchten. Beim Erklimmen der über 200 Stufen machte sich die Höhe (ca. 2.700 m) bemerkbar, denn schon nach ein paar Stufen waren wir außer Atem. Wir hielten aber tapfer bis nach oben durch und wurden mit einem tollen Blick über das Urubamba Tal belohnt.

Die Bilder zu diesem Bericht werden natürlich noch folgen und wir hoffen dass ihr uns auch bis zum nächsten Eintrag treu bleibt, denn dann werden wir schon über den Machu Picchu berichten.

Liebe Grüße aus 3.500 m

Silvia & Roman

12. Aug. 2012 – Lima (Peru) – ca. 23 Uhr

Kurzer Zwischenstand: Müde sind wir!

1. weil unsere Körper noch immer nicht gecheckt haben, dass es nicht 6 Uhr früh ist…

2. weil wir  – obwohl erst einen Tag hier – schon unheimlich viel gesehen, Informationen bekommen und Eindrücke gesammelt haben… und

3.weil wir gerade vom ausgiebigen Abendessen in einem netten Lokal an der Klippe zum pazifischen Ozean zurückkommen. Voller Magen – d.h. der Körper fordert ein „Mittagsschläfchen“. 😉

Aber – da wir gestern nicht gepostet haben – von Anfang an:

Gestern sind wir der Nacht buchstäblich „davongeflogen“! Nachdem wir um ca. 1 Uhr mittags in Amsterdam abgehoben haben, sind wir 12 Stunden später noch immer bei Tageslicht (!) in Lima gelandet. Der Flug – besser die Flüge – waren zwar lang, aber sehr angenehm, also ohne Komplikationen o.ä. Nur dafür, dass die Nacht davor kurz bis nicht vorhanden war, hat das mit „den Schlaf im Flugzeug nachholen“ nicht ganz wie geplant funktioniert. Ihr entschuldigt daher bitte, dass wir gestern nach Ankunft im Hotel (um ca. halb 9 Uhr abends nach Lima-Zeit, also halb 4 Uhr früh Wiener Zeit) nicht mehr Bericht erstattet haben. 😉

Heute ging es – gestärkt durch ein ausgiebiges Frühstück – in das historische Stadtzentrum Limas. Wir waren übrigens beide bereits um halb 5 wieder wach – soviel zu Jetleg… Auf jeden Fall zeigte uns unser Reiseleiter Walter alles, was man von Lima anscheinend so kennen sollte: den Plaza Major mit der Kathedrale Limas, die sicher jeder schon mal auf einer Postkarte gesehen hat (oder spätestens jetzt auf einem unserer Fotos findet), Regierungspalast, Rathaus und erzbischöflicher Palast; außerdem das Franziskanerkloster mit einer der ersten großen Bibliotheken Südamerikas mit 22 000 handgeschriebenen Bücher, denen derzeit die Luftfeuchtigkeit Limas zu schaffen macht, den Katakomben und etlichen Geiern (ja, wirklich). Die Spanier, die durch ihre Eroberung 1531 die Inkazeit beendeten, haben hier nicht nur durch Sprache, Religion, etc. ihre Spuren hinterlassen. So gibt es hier z.B. in einem Park einen kleinen Alhambra-Nachbau. Später waren wir im Parque del Amor, der stark an Gaudi und Barcelona erinnert. Außerdem sehr interessant: viele der heutigen Namensgebungen gehen auf Missverständnisse/abgeänderte Aussprache der ursprünglichen Inka-Bezeichnungen durch die Spanier zurück. So hat Lima „Ciudad de los Reyes“ (Stadt der Könige) geheißen, bis die Spanier die Quechua-Bezeichnung des Flusses, der durch Lima führt, nämlich Rio Rimac („sprechender Fluss“) zum Namen der Stadt auserkoren und dabei „Rimac“ zu „Lima“ machten. Ähnlich mit Cusco (ursprünglich Q’osqo – also „Nabel der Welt“) – falsch ausgesprochen gaben die Spanier der Stadt ihren heutigen Namen und auch der Name Peru geht auf eine zweifache Abänderung der ursprüngliche Bezeichnung des Gebietes „viru“ zurück, zuerst zu biru o.ä., später zu Peru. Alles Abänderungen der Quechua-Bezeichungen der Inka durch die Spanier…

Näheres über unseren Besuch des Museo Oro del Peru (Kunstobjekte aus Gold, die trotz ihrer Herstellung zu einem großen Teil noch vor Christus 22 Karat haben, Interessantes zu den Inkas generell etc.) erspare ich euch jetzt, obwohl auch das sehr aufschlussreich war. Dann noch ein Bummel durch den Inka-Markt, jetzt – wie schon erwähnt – Abendessen an der pazifischen Küste. Unser Hotel liegt übrigens im Stadtviertel Miraflores, nur ca. 10 Gehminuten vom pazifischen Ozean entfernt. Also wir sind sehr zufrieden damit. 🙂

Nicht nur geschichtlich und kulturell sondern auch kulinarisch hatte der heutige Tag einiges zu bieten. Wir haben uns bereits an unserem ersten Tag in Südamerika durch ein paar interessante und für hier typische Speisen und Getränke durchgekostet (ceviche, chicha moranda, causa limenes,…).

So, ich glaube fürs Erste seid ihr am Laufenden! 😉 Morgen heißt es früh aufstehen, um 7 Uhr geht es Richtung Flughafen. Unser Flug nach Cusco geht früh, weil – wie mir bereits in Wien erklärt wurde – zu späteren Tageszeiten des Landen in Cusco aufgrund der Auftriebswinde schwer möglich ist. Mal schauen, was uns der Tag dann sonst so bringt… wir sind auf jeden Fall schon gespannt und freuen uns!

Bis bald! Und ganz liebe Grüße aus dem Land, dessen Flagge man nur um 90 Grad drehen muss, um sich zuhause zu fühlen… 😉

Silvia und Roman

Unsere Reise beginnt…

Heute geht es endlich los. Nachdem wir bereits um 6:30 Uhr aufgebrochen und einen kurzen Zwischenstop in Amsterdam eingelegt haben, sind wir nun endlich in der Luft und auf dem Weg nach Südamerika. Wir werden so gegen 18:10 Uhr  Ortszeit (1:10 Wiener Zeit) in Lima landen  und uns dann gleich auf den Weg ins Hotel machen.

Liebe Grüße

Silvia und Roman