Nach einer wieder relativ kurzen Nacht ging es mit dem Bus zum Flughafen von Foz de Iguazu, wo wir unseren Flieger nach Rio de Janeiro nahmen. Gegen Mittag kamen wir dort auch an. Bevor wir zu einer ersten Stadtrundfahrt aufbrachen, erkundeten wir noch kurz den Ausblick von unserer Dachterasse mit Pool. Erste Station unserer Stadtrundfahrt und ein Highlight Rios war der Pao de Acucra – oder wie er auf Deutsch genannt wird: der Zuckerhut. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Man kann alle wichtigen Strände, wie Copacabana, Ipanama und Flamengo, sehen.Wenn man landeinwerts schaut, fällt einem sofort das 2. Wahrzeichen Rios ins Auge, die Christusstatue auf dem Corcovado.
Der Zuckerhut selbst ist ein Vulkankegel, der aus erstarrter Lava besteht. Im Laufer vieler Jahrtausende wurden die den Vulkan umgebenden weicheren Geschteinsschichten abgetragen. Schlussendlich blieb nur die erkaltete Lava im Inneren übrig.
Mit Einbruch der Dunkelheit ging es weiter in die historische, koloniale Altstadt von Rio. Woher kommt eigentlich der Name Rio de Janeiro – also Fluss des Jänners? Als die ersten Europäer, portugiesischer Herkunft, im Jänner im Gebiet von Rio ankamen, glaubten sie, es mit einem riesigen Fluss zu tun zu haben, der die beiden Ufer von einander trennt und so tauften sie ihn Rio de Janeiro. Erst später fand man heraus, dass es sich bei der Wasserfläche um eine Salzwasserbucht und nicht um einen Fluss handelt. Den Abschluss bildete der Besuch in der ältesten Konditorei von Rio – der Confeteria Colombo, die Ende des 19. Jahrhundert gegründet wurde und seither unverändert betrieben wurde und immer noch wird. Sehr zu empfehlen ist der Capuccino Colombo. Zurück im Hotel genossen wir unser Abendessen auf unserer Pool-Terasse im 15. Stock bei grandiosem Ausblick.
Wenn man schon mal in Rio ist, mussten wir natürlich auch die Christusstatue auf dem Corcovado besuchen. Der Rundum-Blick über die Stadt ist atemberaubend. Nach einer Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Hügel und ein paar Stufen standen wir direkt unter der Statue und konnten bei strahlendem Sonnenschein den Ausblick genießen. Nach ein paar Fotos ging es weiter über die schönsten Strände von Rio – von San Conrado, Ipanema und Copacabana zürück zum Hotel. In San Conrado probierten wir eine weitere brasilianische Spezialität, Acai: ein „Drink“, der aus einer Palmenfrucht gewonnen wird und sehr nahrhaft ist.
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Copacabana. Die Temperatur des Atlantiks lud zwar nicht zum Schwimmen ein, um so angenehmer war unser Strandspaziergang und das Genießen der Sonne und Kokosnussmilch auf unserer Strandliege. Am Abend besuchten wir eine Samba Show um auch Einblicke in die Folklore von Rio zu erhalten. Sehr eindrucksvolle Kostüme!
Den Morgen unsers dritten Tages in Rio de Janeiro nutzten wir zum Ausschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf dem Weg ins Rio Sul Shopping Center. Anschließend hieß es Abschiednehmen von Mitreisenden, die wir in den vergangenen Wochen näher kennenlernen durften und die bereits einen Tag vor uns abreisten
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Gegen 14:00 Uhr brachen wir zu einer Tour durch die Favelas von Rio auf. Als Favela werden in Südamerika die Armenviertel in den Großstädten bezeichnet. Diese Tour war höchst interessant und hat unsere Sichtweise geändert. Man darf in Rio nicht mehr davon ausgehen, dass es sich bei den Favellas um Slums handelt, wie man sich diese vorstellt. Vielmehr handelt es sich um dicht bebaute Gebiete, die aber ein sehr enges soziales Gefüge aufweisen. Deshalb geht der Trend auch dahin, den Begriff “Community” anstelle von Favela zu verwenden. Auch der Anteil der arbeitstätigen Einwohner ist gerade in Rocinha – die größte Community Rios mit geschätzten 200.000 Einwohnern – mit 70 % relativ hoch.
Den Sonnenuntergang beobachteten wir am Felsen von Arpoador, einem wunderbaren Ausichtspunkt, der die Copacabana und Ipanema von einander trennt. Den Abend beschlossen wir schließlich mit einem Spaziergang über die Copacabana, mit Besuch eines Marktes – shopping inbegriffen
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26.8.: Unser letzter Tag in Rio und unserer Reise generell bricht an! Wir genießen ihn durch langes Ausschlafen, Einkaufen von typischem Cachaca für zuhause :-), Spaziergänge durch den Markt von Copacabana und entlang des Strandes. Am späten Nachmittag machen wir uns auf dem Weg zum Flughafen – mit im Gepäck: viele neue Erlebnisse und Eindrücke! :-).
Danke dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt. Liebe Grüße
Silvia & Roman