Nachdem unsere letzte Nacht in Lima wieder eher kürzer ausgefallen ist (wir wurden bereits um 7:00 Uhr abgeholt). Ging es dann mit dem Flugzeug nach Cusco.
Cusco liegt ca. 3.500 m über dem Meerespiegel und war die alte Hauptstadt der Inkas. Bis zur Ankunft der Spanier 1532 unter Francisco Pizarro war Cusco ausschließlich den Adelsfamilien des Inka Reiches und deren Gefolgschaft vorbehalten. Beherrscht wurde das Gebiet damals vom Inka Herrscher “Atahualpa”. Die Stadt galt als sehr reich, was sich auch heute noch in den Resten der Inka Tempel in “Qorikancha” durch die eindrucksvolle Steinmetzkunst zeigt. Leider wurde durch die Christianisierung durch die spanischen Eroberer sehr viele der Inka-Anlagen zerstört oder umgebaut – so auch die Tempelanlage von Qorikancha, die zum Teil einem Dominikanerkloster weichen mussten.
Nach der Besichtigung der Tempelanlagen in Cusco ging es weiter zum “Plaza de Armas” (Hauptplatz) mit der berühmten Kathedrale, die wir ebenfalls besichtigten.
Bereits in der Abendämmerung machten wir uns auf den Weg, die große Inka-Festung von Cusco “Sagsayhuaman” zu erkunden. Diese große Verteidigungs- und Tempelanlage war eine der bedeutendsten Anlagen im Inkareich. Man findet dort auch die größten behauenen Steinblöcke aller Bauten der Inkas. Der größte Stein wurde auf ein Gewicht von 150 Tonnen geschätzt.
Zu guter Letzt stand an diesem Tage – bei bereits einbrechender Nacht und gefühlten Temperaturen unter Null Grad – noch eine kleinere Tempelanlage auf dem Plan, die den 3 Welten der Inkas gewidmet war
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der Oberwelt, der Welt der Götter und der als Halbgötter geltenden Herrscher
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der diesseitigen Welt, also die Welt der Lebenden
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und der Unterwelt, der Welt der Toten.
Am 14. August, also heute, stand eine Ganztagestour nach Pisac und zu der Festung “Ollantaytambo” – die auch als der Bruder des Machu Picchu gilt – auf dem Programm. Bereits um 9:00 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt. Bereits nach ca. 40 min erreichten wir einen Aussichtspunkt mit einer Kontrollstation der Inka. Nach einem kurzen Fotostop ging es weiter in Richtung Pisac. Der Weg dorthin führte uns durch eine spannende Landschaft der Anden. Der nächste Zwischenstop war eine Manufaktur für Alpaca Erzeugnisse, wo wir die unterschiedlichen Arten der Anden-Kamele (Lamas, Alpacas, Guanacos und Vicunas) live kennenlernen konnten (Awana Kancha).
Nächster Halt war schließlich der Markt von Pisac, wo wir Zeit hatten ausgiebig zu shoppen
. Danach ging es weiter ins Urubamba Tal und nach Ollantaytambo, wo wir die gleichnamige Inka-Festung besuchten. Beim Erklimmen der über 200 Stufen machte sich die Höhe (ca. 2.700 m) bemerkbar, denn schon nach ein paar Stufen waren wir außer Atem. Wir hielten aber tapfer bis nach oben durch und wurden mit einem tollen Blick über das Urubamba Tal belohnt.
Die Bilder zu diesem Bericht werden natürlich noch folgen und wir hoffen dass ihr uns auch bis zum nächsten Eintrag treu bleibt, denn dann werden wir schon über den Machu Picchu berichten.
Liebe Grüße aus 3.500 m
Silvia & Roman