12. Aug. 2012 – Lima (Peru) – ca. 23 Uhr

Kurzer Zwischenstand: Müde sind wir!

1. weil unsere Körper noch immer nicht gecheckt haben, dass es nicht 6 Uhr früh ist…

2. weil wir  – obwohl erst einen Tag hier – schon unheimlich viel gesehen, Informationen bekommen und Eindrücke gesammelt haben… und

3.weil wir gerade vom ausgiebigen Abendessen in einem netten Lokal an der Klippe zum pazifischen Ozean zurückkommen. Voller Magen – d.h. der Körper fordert ein „Mittagsschläfchen“. 😉

Aber – da wir gestern nicht gepostet haben – von Anfang an:

Gestern sind wir der Nacht buchstäblich „davongeflogen“! Nachdem wir um ca. 1 Uhr mittags in Amsterdam abgehoben haben, sind wir 12 Stunden später noch immer bei Tageslicht (!) in Lima gelandet. Der Flug – besser die Flüge – waren zwar lang, aber sehr angenehm, also ohne Komplikationen o.ä. Nur dafür, dass die Nacht davor kurz bis nicht vorhanden war, hat das mit „den Schlaf im Flugzeug nachholen“ nicht ganz wie geplant funktioniert. Ihr entschuldigt daher bitte, dass wir gestern nach Ankunft im Hotel (um ca. halb 9 Uhr abends nach Lima-Zeit, also halb 4 Uhr früh Wiener Zeit) nicht mehr Bericht erstattet haben. 😉

Heute ging es – gestärkt durch ein ausgiebiges Frühstück – in das historische Stadtzentrum Limas. Wir waren übrigens beide bereits um halb 5 wieder wach – soviel zu Jetleg… Auf jeden Fall zeigte uns unser Reiseleiter Walter alles, was man von Lima anscheinend so kennen sollte: den Plaza Major mit der Kathedrale Limas, die sicher jeder schon mal auf einer Postkarte gesehen hat (oder spätestens jetzt auf einem unserer Fotos findet), Regierungspalast, Rathaus und erzbischöflicher Palast; außerdem das Franziskanerkloster mit einer der ersten großen Bibliotheken Südamerikas mit 22 000 handgeschriebenen Bücher, denen derzeit die Luftfeuchtigkeit Limas zu schaffen macht, den Katakomben und etlichen Geiern (ja, wirklich). Die Spanier, die durch ihre Eroberung 1531 die Inkazeit beendeten, haben hier nicht nur durch Sprache, Religion, etc. ihre Spuren hinterlassen. So gibt es hier z.B. in einem Park einen kleinen Alhambra-Nachbau. Später waren wir im Parque del Amor, der stark an Gaudi und Barcelona erinnert. Außerdem sehr interessant: viele der heutigen Namensgebungen gehen auf Missverständnisse/abgeänderte Aussprache der ursprünglichen Inka-Bezeichnungen durch die Spanier zurück. So hat Lima „Ciudad de los Reyes“ (Stadt der Könige) geheißen, bis die Spanier die Quechua-Bezeichnung des Flusses, der durch Lima führt, nämlich Rio Rimac („sprechender Fluss“) zum Namen der Stadt auserkoren und dabei „Rimac“ zu „Lima“ machten. Ähnlich mit Cusco (ursprünglich Q’osqo – also „Nabel der Welt“) – falsch ausgesprochen gaben die Spanier der Stadt ihren heutigen Namen und auch der Name Peru geht auf eine zweifache Abänderung der ursprüngliche Bezeichnung des Gebietes „viru“ zurück, zuerst zu biru o.ä., später zu Peru. Alles Abänderungen der Quechua-Bezeichungen der Inka durch die Spanier…

Näheres über unseren Besuch des Museo Oro del Peru (Kunstobjekte aus Gold, die trotz ihrer Herstellung zu einem großen Teil noch vor Christus 22 Karat haben, Interessantes zu den Inkas generell etc.) erspare ich euch jetzt, obwohl auch das sehr aufschlussreich war. Dann noch ein Bummel durch den Inka-Markt, jetzt – wie schon erwähnt – Abendessen an der pazifischen Küste. Unser Hotel liegt übrigens im Stadtviertel Miraflores, nur ca. 10 Gehminuten vom pazifischen Ozean entfernt. Also wir sind sehr zufrieden damit. 🙂

Nicht nur geschichtlich und kulturell sondern auch kulinarisch hatte der heutige Tag einiges zu bieten. Wir haben uns bereits an unserem ersten Tag in Südamerika durch ein paar interessante und für hier typische Speisen und Getränke durchgekostet (ceviche, chicha moranda, causa limenes,…).

So, ich glaube fürs Erste seid ihr am Laufenden! 😉 Morgen heißt es früh aufstehen, um 7 Uhr geht es Richtung Flughafen. Unser Flug nach Cusco geht früh, weil – wie mir bereits in Wien erklärt wurde – zu späteren Tageszeiten des Landen in Cusco aufgrund der Auftriebswinde schwer möglich ist. Mal schauen, was uns der Tag dann sonst so bringt… wir sind auf jeden Fall schon gespannt und freuen uns!

Bis bald! Und ganz liebe Grüße aus dem Land, dessen Flagge man nur um 90 Grad drehen muss, um sich zuhause zu fühlen… 😉

Silvia und Roman

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.